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Kurz angemerkt

Im für Erdenbewohner relevanten Zeitstrahl bin ich schon fast am Ende meiner Ferien auf der Rückseite der Erde; oder Unterseite – ist nur eine Frage der Perspektive.

Die letzten vier Wochen bin ich stationär und finde somit mehr Spass Text zu brutzeln und ein paar Bilder dazu zu schmeissen.

Mensch, mach hin

Mein Plan – wenn man das kopflose Umherfahren so nennen kann – war simpel: Ueber die Ostküste von Auckland hoch nach Cape Reinga und dann an der Westküste enlang runter wieder nach Auckland. Und das ganz in einer Woche oder so, weil die drei Monate hören sich nach lange an aber es gibt noch viel zu sehen.

In der Woche habe ich all die vielen Hinweise in Tips-für-Neuseeland ignoriert und bin viel zu viel gefahren. Was auf der Karte ’nur‘ 200 km sind, bedeutet jedoch Teils 4 Stunden und mehr Fahrzeit. Ja genau, wegen engen, hügligen und kurvenreichen Strassen. Und davon gab’s reichlich. Und man will Stops einlegen um die Landschaft zu bewundern, auch davon gab’s reichlich. Und aber auch weil Geoffrey (der Campervan) keine Rakete ist und man ihn ja auch nicht immer quälen will.

Da ich stur bin, hat mich das nicht davon abgehalten das Lenkrad stundenlang nicht los zu lassen. Zusammen mit den Stops um Fotos zu machen, ergaben dies ziemlich lange Tage und einen müden Fahrer.

Die Unterkünfte buchte ich einen oder zwei Tage im Voraus, weil so ganz frei Campen ist hier nicht erlaubt. Und nachts fahren will man nicht, das wurde schnell klar wenn man all die toten Kleintiere auf der Strasse sah. Und ich tat mich schwerer mit dem Campervan als fahrendes Häuschen als angenommen. Privatsphäre hat man nur wenn man all die Vorhänge zuzieht und dann halt auch nur im Inneren. Und Leute hatte es viele auf den Campingplätzen; die Sommerferien gingen noch bis Ende Januar und gefühlt waren alle, wirklich alle Neuseeländer und die Touris unterwegs. Entsprechend voll waren die mietbaren Grün-, Kies- und Betonflächen.

Der erste Zeltplatz an der Uretiti Beach war einer vom Staat (die zuständige Abteilung nennt sich DOC, Department Of Conservation). Für ziemlich viel Geld gab es viel Natur, zwei Plumpsklos und zwei kalte Duschen.
Alle Vorurteile gegen Plumpsklos wurden jedoch zunichte gemacht! Geschmacklich das bestriechende öffentlich WC was ich je erlebt hatte, und sehr sauber. Man konnte einfach nicht spühlen, ansonsten alles wie gewohnt. Mit Entlüftung und allem pi-pa-po. Die kalte Dusche habe ich an dem Tag ausgelassen und in Ruhe etwas vor mich hin gestunken.

Optische sind und waren dieser Art der Klos gut zu erkennen: sie verfügen über ein Entflüftungsrohr pro Toilette. Aus der Distanz sieht’s aus wie ein Pizzaofen und je nach vorheriger Verköstigung des Plumpsklo-isten wird auch was gebacken :).

One Comment

  1. Lieber Thomas

    Du hast wunderschöne Bilder gemacht und berichtest von lustigen Anekdoten!! Ja, auf Reisen erlebt man so einiges und kommt manchmal nicht mehr aus dem Staunen heraus!
    Neuseeland muss Dir sehr gefallen haben… aber, gell, Du reist jetzt schon eine Weile in Australien herum, hi! Ich freue mich darauf auch von dort ein paar Bilder von Dir zu sehen, auch , wenn es erst zu Hause sein wird..;-))

    Geniesse den Rest Deiner Reise und komm gesund und munter zurück nach Adlige :-))

    Herzlichst, Evelyne

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